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WORLD – ROWING – MASTER – REGATTA

in Wien vom 03.-06.09.2009
Von Wolfram Jakszt
 
Über 3000 Teilnehmer, knapp 9000 Bootsplätze und 41 Nationen.

Das Teilnehmerfeld war wie immer einzigartig. Man ruderte auf einem Altarm der Donau, wo dicht gepackt und routiniert auf
8 Bahnen alle drei Minuten gestartet wurde.
Trotzdem brauchten z.B. 128 Ruderer im   Männer C – Einer knapp eine Stunde, um ihr Rennen zu beenden.
Ein bisschen Langeweile konnte hier trotz aller Begeisterung nicht unterdrückt werden.

Die Regatta erstreckte sich insgesamt über drei Tage. Äääähm, na ja... eigentlich sind es doch   4 Tage –
Sonntags tummeln sich ja noch die Mixed – Ruderer auf der Strecke. Nix für uns !  
Wie jedes Jahr hatten wir am abschließenden Sonntag   sportfrei,   jede Bewegung wurde tunlichst
 bei schmerzendem Hirn vermieden.
(Das Vorspiel zu diesem desolaten körperlichen Zustand unterliegt der Zensur).

 
Zum Sportlichen:
Ein hammerhartes Trainingswochenende in Rüdersdorf stählte zwei Wochen vor der Regatta Lunge und Muskeln.
 Gut regeneriert reisten wir dann nach Wien - wir spürten „die Macht in uns“ !

Trotzdem kekkerten wir uns vor jedem Rennen mächtig in die Hose. Oh Gott, schaffen wir die 1000m,
wer sind die Gegner, welche Taktik wählen wir (wie immer voll raus....?), welche Wetterbedingungen
 herrschen auf der Strecke (Gegenwind ?) , sind die Hebel richtig eingestellt ???

 
Alles hat jedoch (fast) 100 % geklappt !!:
 
MM 4-B: Sieg mit zweitschnellster Zeit (2/10) von 38 Booten
MM 4+A: Zweiter mit zweitschnellster Zeit von 13 Booten
MM 4-C: Dynamo Moskau war nicht zu schlagen !!
MM 4+C: Sieg und schnellste Zeit aller Boote.
MM 8+C: Sieg gegen Dynamo Moskau !!
MM 4+B: Dritter mit drittschnellster Zeit von 18 Booten. Die Italiener waren unschlagbar.
MM 8+A: Zusammen mit Stefan Scharf nochmals Dynamo Moskau geschlagen !!,
    aber nur mit 2/10.
 
Unvergesslich wird uns der Bord an Bord – Kampf gegen Dynamo Moskau im A – Achter bleiben.
Nach Zielfotoentscheid und der anschließenden Verkündung „the winner is germany“
fuhren wir als gefeierte Helden an den Siegersteg der voll besetzte Tribüne.

Andrea, unsere schnuckelige Steuerfrau, flog im hohen Bogen in die Fluten der Donau.

Kaum hatte wir das Boot ordentlich abgelegt, erschienen auch schon die Russen
mit dem obligatorischen Vo***. Sportlich fair gratulierte man uns sehr herzlich zum Sieg und völlig unkompliziert
kam fröhliche Partystimmung auf.Schnell wurde das notwendige Duschen vergessen, aber man erinnerte sich
gerade noch daran, etwas essen zu wollen. Der Rest des Abends mündete in dem oben beschriebenen  
unvermeidlichen Kopfschmerz.
Abschließend ist noch anzumerken, dass sich unsere hochmotivierten Masterfrauen
auch blendend in Ihren Bootsklassen schlugen. Es sprang zwar noch kein Sieg heraus, aber das wird schon...!
Zum Spontanbierchen am Rüdersdorfer Zelt waren sie natürlich komplett angetreten und mir wurde sehr geschickt
(und mit einer Prise Parfüm) ein Fastversprechen abgerungen, wofür ich bereits nach Ausreden suche...   

 
PS: Vielen Dank von der gesamten Mannschaft für die Nutzung des neuen Raketenachters